So kannst du mit deinem Text dein Publikum erreichen und begeistern

So kannst du mit deinem Text dein Publikum erreichen und begeistern

In den letzten Artikeln haben wir uns intensiv mit dir, dem Künstler und Schreiber, beschäftigt. Du hast deine Inspirationsquellen gefunden, spielerische Schreibwege kennengelernt und deinen Inneren Kritiker für dich gewonnen.

Jetzt möchte ich dir dein Gegenüber vorstellen. Lass uns gemeinsam dein Publikum kennen lernen.

Egal, was du schreibst, es ist immer wichtig zu wissen, für wen du schreibst. Natürlich schreibst du auch für dich. Solange du aber nicht einfach Tagebuch schreibst, willst du auch dein Publikum erreichen und begeistern.

Ich werde dir heute zeigen, wie du mit drei Schritten dein Schreiben so gestaltest, dass du dein Publikum mit an Board nimmst.

 

Schritt 1: Wer ist dein Publikum?

Zu allererst lernst du dein Publikum kennen. Keine Sorge, für diesen Schritt brauchst du noch nicht unbedingt ein reales Publikum. Du sollst ein Gefühl dafür bekommen, für wen du interessant bist und für wen du schreiben und spielen willst.

 

Für wen bist du interessant

Schau erstmal genau hin, für wen deine Themen, dein Schreibstil und du persönlich interessant sein könntest.

Wen betrifft das, worüber du sprichst? Sprichst du über Dinge, die bestimmte Berufsgruppen ansprechen? Oder gehörst du zu eine Minderheit und sprichst über Themen, die diese betreffen? Überlege dir, wer von deinen Geschichten profitiert.

Wie alt ist dein Publikum im Schnitt? Sprichst du eher junge Leute an oder vielleicht Senioren, die schon viel erlebt haben?

Wie gebildet ist dein Publikum? Was für eine schulische Laufbahn haben deine Zuschauer, Hörer und Leser hinter sich?

All diese Fragen sind ganz entscheidend, wenn es darum geht, welches Vorwissen du voraussetzt. Dein Publikum soll ja verstehen, wovon du redest. Gerade wenn du humorvoll schreiben möchtest, ist es entscheidend, was dein Publikum weiß, kennt und versteht.

Ein Scherz, der voraussetzt, dass man den türkischen Präsidenten Erdogan kennt, zündet nicht überall… Wobei wir uns sicher einig sind, dass sich das inzwischen drastisch geändert hat.

Mach dir über diese Fragen wirklich gründlich Gedanken. So kannst du fokussierter und effizienter schreiben und spielen.

 

Dein Wunschpublikum

Ja, das darfst du dir auch überlegen. Wen hättest du denn gerne als Publikum? Falls du schon erste Schritte in die Öffentlichkeit getan hast, kannst du aus deiner Erfahrung schöpfen…

Aber auch sonst kennst du sicher Menschen, die das Beste aus dir rausholen. Wenn du mit diesen Menschen Zeit verbringst, bist du voller Energie, Freude und sprühst förmlich.

Was sind das für Menschen, die dich zu Höchstform bringen?

Auf der anderen Seite kennst du bestimmt auch Menschen, die dein Energieniveau in den Keller bringen. Freunde von dir?

Was sind das für Menschen, die dich runterziehen?

Such dir für beide Seiten wenigstens eine Person. Und dann überlege dir, wer in deinem Wunschpublikum sitzt und wer nicht. Welche Eigenschaften bringen die Menschen in deinem Wunschpublikum also mit?

 

Schritt 2: Dein Publikums-Avatar

Das ist eine geniale Technik die ich in der Marketing-Szene kennen lernen durfte.

Du suchst dir genau eine Person – real oder erfunden -, die dein Gegenüber darstellt. Und wenn du schreibst hast du immer diese Person vor Augen. Du erzählst es ihr.

Ich habe mir sogar ein Foto ausgedruckt und das steht mir auch gerade gegenüber. Dein Avatar sollte für dich so real wie möglich sein. So kannst du ganz natürlich schreiben, als ob du es ihm erzählst.

Wie soll dein Avatar heißen? Gib ihm erstmal einen Namen.

Dann beschreibe ihn, indem du die Fragen von oben beantwortest.

Alter?/ Beruf?/ Bildung?/ etc.

Jetzt kannst du auch noch etwas tiefer gehen. Was liest, hört oder sieht dein Avatar? Was für Probleme treiben ihn herum? Was wünscht er sich ganz innig? Warum steht er morgens auf? Was treibt ihn im Leben an? Was hält ihn nachts wach?

Wenn dein Avatar ein reales Vorbild hat, kannst du auch mal ganz lieb fragen. Sonst verschiebst du das auf später. Es lohnt sich nämlich auch deinen Avatar immer wieder zu aktualisieren.

 

Schritt 3: Für dein Avatar schreiben und dein Publikum erreichen

Wenn du deinen Avatar hast, visualisiere ihn. Schaff die ein klares Bild, dass du beim Schreiben vor Augen hast.

Wie gesagt, ich hab mir dafür ein Foto drucken lassen. Bei DM kostet das etwas über 20 Cent und ist schnell gemacht. Geht auch sicher wo anders.

Wenn dein Avatar frei erfunden ist, nutze doch einfach mal die Google-Bildersuche. Hier findest du sicher jemanden, der dir sympathisch ist.

Durch das Bild bekommt dein Avatar eine ganz reale Dimension. Du schreibst jetzt nicht mehr einfach vor dich hin, sondern für jemanden. Du kannst dir vorstellen, wie du das was du schreiben willst deinem Avatar erzählst.

Alternativ kannst du auch beim Durchlesen deinen Avatar nutzen. Du wirst schnell feststellen, wenn etwas zu kompliziert oder unverständlich geschrieben ist.

 

Fazit

Wenn du dein Publikum erreichen willst, solltest du es schon beim Schreiben vor Augen haben. Vielleicht klingt das für dich ja selbstverständlich. Aber wie genau kennst du dein Publikum? Es lohnt sich da tiefer zu bohren. Wenn du die Probleme und Wünsche deines Publikum kennst, kannst du es wirklich-wirklich für dich gewinnen.

Der Publikums-Avatar wird dir helfen, dein Publikum klar und lebendig vor Augen zu haben. So schreibst du natürlicher, berührender, verständlicher und gewinnst dein Publikum für dich.

Ja und auch ich interessiere mich für dich! Wo hängst du gerade? Welchen Problemen stehst du gegenüber? Oder hast du vielleicht Wünsche für deinen Bühnenweg? Schreib mir gerne einen Kommentar!

Ich wünsche dir jetzt viel Freude beim bohren und gestalten. Falls du Lust hast, kannst du auch gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren teilen.

Dein Jonathan

 

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