20 Wege zum Quell deiner Inspiration und zu Ideen die dein Publikum begeistern

20 Wege zum Quell deiner Inspiration und zu Ideen die dein Publikum begeistern

Du möchtest herausfinden, was du zu sagen hast? Und wahrscheinlich möchtest du auch, dass es dein Publikum umhaut? Ich habe dir 20 Wege zur Quelle deiner Inspiration zusammengestellt.

Um gute Ideen zu finden und dich dabei nicht zu verkrampfen, ist es wichtig dich am Anfang von der Frage, ob es deinem Publikum gefallen wird, zu befreien. Zu Beginn darf alles stehen bleiben und wird vorerst auch nicht bewertet. Es darf banal, langweilig, unkreativ, dämlich, humorlos, obszön und verrückt sein. Alles darf sein und ist gut!

Nur durch diese Freiheit, kommt deine Kreativität ins Fließen. Du wirst später noch genug Zeit damit verbringen dein Material zu sortieren, zu verbessern und zu verwerfen. Es ist besser 9 von 10 Ideen zu verwerfen, als keine einzige auf’s Blatt zu bekommen. Aber dazu später mehr. Heute geht es mir nur um die Inspiration!

 

Der Knoten im Kopf

Als ich schon eine Weile regelmäßig auf der Bühne stand, kamen mir starke Zweifel. Ich hatte gerade mein Studium beendet und wollte jetzt voll als Bühnenkünstler durchstarten. Mein wichtigstes Standbein war das Improtheater. Ich liebte es, Menschen zu begeistern, zum Lachen zu bringen und ihnen Freude zu machen.

Doch plötzlich war ich verunsichert.

Das war richtig fies! Da hat sich doch eine Frage eingeschlichen, die mir meinen Traumberuf vergiften wollte. Und sie ging nicht mehr weg!

 

Warum machst du das? Hast du überhaupt etwas zu sagen?

Bisher war das nicht so wichtig. Alles, was wir auf die Bühne brachten war ja improvisiert. Da stellt sich nicht groß die Frage nach meiner Botschaft.

Aber jetzt wollte ich mein eigenes Programm entwickeln. Tja, und da bleibt diese fiese Frage nicht aus. Darüber nachzudenken machte mir einen Knoten in den Kopf. Völlige Leere. Mein Denken weigerte sich förmlich mit mir zu kooperieren.

Inzwischen habe ich meine Inspiration gefunden und mein Soloprogramm wird noch dieses Jahr (2016) auf die Bühne kommen. Ihr dürft gespannt sein.

 

10 Wege die deine Inspiration zum Sprudeln bringen

Allerdings brauchte es wirklich eine ganze Weile, bis ich hier einen guten Zugang zu meiner Inspiration gefunden habe. Dadurch habe ich viele Mittel und Wege kennen gelernt, die meine Quelle zum Sprudeln bringen konnten und davon möchte ich dir heute erzählen.

Damit du dich nicht so winden musst wie ich damals, habe ich dir 2 x 10 wirklich effektive Wege zusammengestellt, die zu deiner Inspirationsquelle führen. Ein mal zehn Wege um dich allgemein zu inspirieren und dann nochmal zehn um Material für Comedy-Nummern und Stand-Up zu finden. Probiere aus, welche Wege dir liegen. Das ist immer eine individuelle Frage.

 

1. Die richtigen Fragen

Zu aller erst ist es wichtig, die richtigen Fragen zu kennen. Nimm dir Zeit und erforsche mit diesen Fragen, was dich ausmacht.

Was begeistert dich? Was berührt dich? Was hält dich nachts wach und lässt dich nicht los?

Notiere dir die Antworten und lass sie eine Weile wirken. Nimm dir für diese Selbsterforschung wirklich ausreichend Zeit und sorge dafür, dass dich nichts stört. Telefon abschalten und Tür hinter dir zu machen. Oder du machst einen Spaziergang. Die Antworten kommen dann von ganz alleine.

Welche Fragen könnten noch hilfreich sein? Hinterlass gerne einen Kommentar mit deinen eigenen Fragen und gerne auch mit deinen Antworten… So lerne ich dich schon ein bisschen kennen.

 

2. Bilder, Texte, Filme, etc.

Fang an zu sammeln. Filme die dich aus den Socken hauen, Bücher die du verschlungen hast, oder, oder, oder… Alles was in dir etwas auslöst, hat auch was mit dir zu tun! Und könnte auch dein Thema sein.

Sammle auch Bilder die dich ansprechen. Zum Beispiel aus Magazinen oder such im Internet und lass dir die Bilder als Foto ausdrucken. Meine Wand ist voll davon.

 

3. Inspirationstafel

Und das ist auch mein nächster Vorschlag für deine Inspiration: Eine Inspirationswand oder auch Vision Board. Das kann eine Pinnwand, eine Magnettafel oder ein Flipchart sein. Eine Wand, auf der du alles sammelst, was dich inspiriert – Worte, Bilder, Texte, …

Wichtig ist, dir auch hier die Freiheit zu erlauben, alles aufzuhängen. Es muss nicht gleich alles Sinn geben. Es soll dich ansprechen!

Finde für deine Inspirationswand einen Ort, an dem du sie so oft es geht siehst. Und nimm dir auch immer wieder Zeit, um sie zu betrachten. Vielleicht als Morgenritual: bevor du an die Arbeit gehst, stell dich fünf Minuten vor deine Wand und lass dich begeistern.

 

4. Ideen liegen auf der Straße

Inspiration kann immer und überall anklopfen. Wenn du allerdings auch so ein Goldfischkopf wie ich sein kannst, dann wäre es sinnvoll immer etwas zum Notieren bei dir zu haben.

Ich benutze wahnsinnig gerne Evernote. Evernote ist eine ganz einfache Notiz-App, die es für fast alle Systeme gibt. Ich mag das Elefanten-Logo, aber sicher tut es da auch jede andere Notiz-App…

 

5. Dein „Warum?“

Das war für mich ein richtiges „Aha!“-Erlebnis. Als ich mein „Warum?“ gefunden habe, hat das mega viel Klarheit in meine Arbeit gebracht.

Frage dich warum du tust was du tust. Warum stehst du morgens auf? Warum lebst du dein Leben auf diese eine Art? Was ist dein Antrieb?

Forsche auch ein bisschen in deiner Vergangenheit. Wie war das in deiner Kindheit? Warum hast du getan was du so getan hast? Hier liegt es oft noch konkreter auf der Hand. Als Kind hast du dir wahrscheinlich mehr dein „Warum?“ erlaubt bzw. mehr dafür getan. Das darf sich jetzt natürlich gerne ändern. 😉

 

6. Vorbilder

Ebenfalls ein wirklich powervoller Anhaltspunkt, sind Menschen und Künstler, die dich schmelzen lassen.

Hänge ein Bild von deinen Vorbildern an deine Inspirationswand. Frag dich was genau dich an diesen so fesselt. Und nimm dir auch Zeit, ihr Programm ganz bewusst anzuschauen. Spiel Detektiv und achte auf die Momente wo der Funke zu dir überspringt.

 

7. Träume – Dämmerzustand

Lass auch gerne dein Unterbewusstsein sprechen. Wenn du dich zum Beispiel vor dem Schlafen mit der Frage nach deiner Inspiration beschäftigst. Wenn du Glück hast, spricht dein Unterbewusstsein dann mit dir in deinen Träumen. Vergiss nicht deine Notiz-Möglichkeit neben dem Bett.

Diesen Kontakt kann man natürlich auch pflegen und ausbauen. Wenn du darauf Bock hast, hinterlass gerne einen Kommentar und ich schreibe mal einen Artikel dazu…

 

8. Was macht dich aus

Gibt es etwas, das dich auszeichnet? Etwas, das dich ungewöhnlich macht und von anderen unterscheidet? Vielleicht liegt hier eine wunderbare Inspirationsquelle.

Bitte auch deine Freunde mal um ihre Meinung. Sie kennen dich vielleicht besser als du dich selbst. Wenn du es verträgst, lass dir auch deine negativen Eigenschaften erzählen. Aber nicht, dass ich hier für Streit sorge. Höhö…

 

9. Male deine Bilder aus

Wenn du schon einiges Material zusammen hast, kannst du anfangen es weiterzuspinnen. Mach dir zum Beispiel eine Mindmap und schreibe eines deiner Fundstücke in die Mitte und dann alles, was dir dazu einfällt, drum herum. Sicher wirst du einige neue Quellen entdecken. Ab damit auf deine Inspirationswand.

 

10. Loslassen

Wie schon zu Beginn erwähnt: Verkrampf dich auf keinen Fall bei dieser Suche. Lass es auch immer wieder los. Oft kommen Inspirationen gerade dann, wenn wir nicht damit rechnen.

Also entspann dich! Geh in die Sauna oder Skifahren. Oder lutsch ein paar Bonbons.

 

Zündstoff für Comedy

Wie schon versprochen habe ich dir auch 10 geniale Wege zusammengestellt, um Material für Comedy-Texte bzw. – Nummern zu sammeln. Natürlich sind auch all die schon gennannten Wege hilfreich. Aber die folgenden 10 haben speziell für Comedy den Juice.

1. Deine innere Haltung ist entscheidend

Entscheidend für Comedy ist immer die innere Haltung des Bühnenkünstlers. Wie stehst du zu dem was du sagst? Viele Gags brauchen heute gar keine klare Pointe mehr, sondern sind einfach durch die emotionale Haltung witzig, in der sie vorgetragen werden.

Man spricht hier auch von organischem Humor im Gegensatz zu mechanischem Humor. Das ist allerdings ein wirklich großes Thema, dem ich sicher in Zukunft mal einen Artikel widmen werde.

Für dich geht es in erster Linie darum, dass du dir neben deinen Texten auch notierst in welcher Haltung du diese bringen möchtest bzw. welche Haltung du dazu hast. Aus diesem Grund macht es auch Sinn, die nächsten Übungen verbal zu machen. Am besten du nimmst dich selber beim Sprechen auf und schreibst das dann später nieder.

Bevor ich das vergesse: Es muss an dieser Stelle noch nicht lustig sein. Wichtig ist, dass du dabei etwas empfindest. Fang bloß nicht an und mach dir jetzt schon Gedanken darüber, wie du das lustig erzählen kannst. Das bringt dich nur raus.

 

2. Sachen die du hasst

Ein wunderbarer Quell ist das, was dich nervt bzw. das, was du hasst. Es gehört schon zum absoluten Standard, dass Comedians uns erzählen, was bei ihnen alles schief läuft…

Fang am besten an, indem du laut sagst: „Ich hasse…“ und schau was kommt. Wenn nicht gleich etwas kommt, wiederhol „Ich hasse…“ so oft, bis etwas rausplatzt. Und dann machst du weiter. Wieder „Ich hasse…“ Bis du zehn-zwanzig Dinge gesammelt hast.

Nochmal: Es muss nicht witzig sein!

 

3. Sachen vor denen du Angst hast

Auch Dinge, die uns Angst machen haben ein riesen Potential, das Publikum zum Lachen zu bringen. Aber erst mal sammelst du einfach wieder:

„Ich fürchte mich vor…“ – „Ich fürchte mich vor…“ – usw.

 

4. Sachen über die man nicht spricht

Comedy ist ein Ort, der alles erlaubt, was sonst unhöflich und unverschämt ist. Ein Ort an dem du das offenbaren kannst, was du bisher für dich behalten hast.

Seit einiger Zeit ein sehr beliebtes Thema: Porno-Seiten. Erwischt! Jeder kennt sie, aber keiner war bisher dort… Und da ist es schön, wenn mal einer die Wahrheit ausspricht. Und alle lachen. Weil das erleichternd ist. Ich meine, dass mal jemand drüber spricht. Geheimnisse sorgen für Anspannung

Welche Geheimnisse hast du? Worüber könntest du dir vorstellen zu reden?

 

5. Tabu-Themen

Hier lohnt es sich zu suchen. Fast jedes Tabu-Thema bietet sich für dich als Comedian an! Es gibt selbstverständlich Grenzen. Wo diese verlaufen, musst du allerdings selber rausfinden. Wichtig ist auch, dass du dich mit deinem Material wohl fühlen kannst.

Welche Tabu-Themen fallen dir ein? Denk nicht in Klischees. Sex ist kein wirkliches Tabu-Thema mehr. Wenn du mal wieder in Gesellschaft bist, frag dich: Was würde die Situation platzen lassen? Was müsstest du sagen, damit keiner mehr klar kommt?

Sag das hier aber auf keinen Fall. Im wirklichen Leben kann das kritisch werden. Heb es dir für die Comedy-Bühne auf. Ich will dich ja nicht in die Scheiße reinreiten…

 

6. Deine böse innere Stimme

Greg Dean, einer der genialsten Comedy-Coaches, hat das mal so beschrieben:

„Du kennst die Stimme in deinen Kopf, die den ganzen Tag spricht und das ganze schreckliche Zeug sagt? Das ist das wirkliche ‚Du’“

Und genau diese Stimme möchtest du als Comedian auf die Bühne bringen. Probiere es aus. Es wird vielleicht anfänglich etwas schwierig sein. Wir haben ja lange genug gelernt was richtig und anständig ist. Das heißt es wird etwas Übung brauchen.

 

7. Äußere Auffälligkeiten an dir

Ich hab ein wirklich langes Kinn. In der Schule hat man sich schon gerne mal darüber lustig gemacht. Heute liebe ich es. Es macht mich aus.

Deine äußeren Auffälligkeiten können wunderbarer Stoff sein. Was fällt einem sofort auf, wenn man dich sieht? Bist du vielleicht sehr klein? Oder hast du eine lange Nase? Auf der Bühne sehen wir dich sowieso. Als sprich gerne darüber.

 

8. Was ist negativ an dir?

Du hast ja schon weiter oben unter Punkt 8 überlegt und erforscht, was dich so ausmacht. Und wenn du auch schon herausgefunden hast, was dein Haken ist, was an dir negativ ist, versuch mal folgendes:

Du nimmst eine deiner negativen Eigenschaften und erzählst uns, warum du so stolz darauf bist. Schau mal was dabei raus kommt.

 

9. Mit Haltung und Einstellung spielen

Genauso kannst du auch bei deinen vorher gesammelten Hass- und Angst-Texten mal versuchen mit deiner Haltung zu spielen. Erzähl uns mal warum du Spinnen, wenn du vor diesen Angst hast, so vergötterst. Oder warum du deinen Nachbarn – den du ja eigentlich hasst – so unglaublich anziehend findest…

 

10. Du musst dich wohl fühlen mit dem was du sagst

Ich hatte es ja vorher schon angedeutet. Ganz entscheidend damit dein Material ankommt ist, dass du dich damit wohl fühlen kannst. Wenn du auf der Bühne Spaß hat, wird das Publikum auch gerne mit dir Spaß haben. Wenn du dich jedoch unwohl fühlst, werden sich deine Zuschauer auch unwohl fühlen. Sie werden von dir zum Voyeur gemacht. Außerdem möchtest du ja auch deine Zeit auf der Bühne genießen!

 

Fazit

Noch mal ganz wichtig: Auch wenn ich das schon ein paar Mal betont habe, entscheidend für deine Inspiration ist, dass du dich entspannst und alle Ideen, die kommen, auch zulässt.

Dann habe ich dir 20 wirklich effektive Wege gezeigt, um an Material zu kommen und deine Muse zu finden. Am besten du suchst dir zwei bis drei davon raus und probierst aus, was dir liegt und was dich ins sprudeln bringt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mit mir deine Erfahrungen teilst und mir einen Kommentar da lässt. Wo stehst du gerade? Gibt es Hindernisse, bei denen du vielleicht Hilfe brauchst? Ist etwas nicht ganz klar geworden? Ich helfe dir gerne weiter!

Also, bis zum nächsten Mal oder in den Kommentaren!

 

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